Unsere 11-jährige Tochter Elisa ist hochgradig sehbehindert und die Integration in der Regelschule wurde für sie immer anstrengender und schwieriger. Durch die ständige Überforderung litt sie häufig unter starken Kopf und Ohrenschmerzen. Auch wollte das Mädchen nicht mehr zur Schule gehen. Da das SPZ für Blinde und Sehbhinderte Kinder von uns weit entfernt in Innsbruck ist, wollten wir unsere schüchterne Tochter nicht gegen ihren Willen dort in ein Internat geben. Hier in dieser freien Schule beginnt für sie ein völlig neues Leben ohne Zeit- und Leistungsdruck. Wir können beobachten, wie Elisa langsam wieder fröhlicher und unbeschwerter wird.Unser Sohn Niklas ist nach seiner Kindergartenzeit Schulanfänger. Er wollte oft nicht in den Kindergarten gehen. Erst ab jetzt kann ich verstehen, dass ihn die vielen Regeln dort belasten und in seiner Freiheit eingeschränkt haben. Der lebhafte Junge ist ganz begeistert von dieser Schule und möchte am liebsten auch am Wochenende dort hin. Wir bemerkten auch schon, dass er von sich aus großes Interesse am Rechnen und Schreiben zeigt. Meine Familie und ich sind sehr froh, dass unsere Kinder diese freie Schule besuchen dürfen. Schade jedoch ist, dass die Schulwerkstatt nur in einer Notunterkunft in einem Industriegebiet untergebracht ist. Mehr Platz und ein eigener Garten wären optimal und dringend notwendig für die Kinder. Nur mit großzügiger Unterstützung könnte das geändert werden und vielen Kindern damit eine große Freude gemacht werden.
Marlies
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